Donnerstag, 19. September 2019

3 Wochen im Paddock-Trail - 4 cm weniger Bauchumfang

Seit 3 Wochen steht mein Pferd im Trail. Anfangs war sie so extrem müde, dass an reiten nicht zu denken war. Die Umstellung von einem normalen Paddock, in dem sich das Pferd nur wenig bewegt, zum Aufenthalt im Trail ist nicht zu unterschätzen. Ich habe erst zu Beginn dieser Woche angefangen, sie auch wieder zu reiten.

Der Aufenthalt im Trail tut ihr gut. Der Bauchumfang ist geschrumpft und an Schultern und Hinterhand sieht man schon jetzt mehr Muskeln.



Nachmittags dürfen alle für 1-2 Stunden auf die Weide, damit wir in Ruhe alle Heustellen wieder befüllen können. Das verträgt sie jetzt auch deutlich besser und auch auf der Weide wird nicht mehr wie ein Staubsauger gefressen. Sie frisst ein bis zwei Happen, läuft ein Stück weiter, frisst wieder etwas. Früher hat sie den Kopf nicht gehoben. Ich bin total zufrieden und überlege, ob ich doch noch eine Möglichkeit finde, auch unsere Shettys so zu halten oder in die Gruppe zu integrieren. 

Mittwoch, 28. August 2019

Diät-Pferd und Paddock-Trail

Der Trail ist seit über zwei Wochen in Nutzung, die Wege sind frei gefressen und alle haben sich gut eingewöhnt. Der richtige Zeitpunkt um auch mein Pferd in die Herde zu lassen.

Zuerst bin ich eine Runde mit ihr gelaufen, damit sie sich alle Wege ansehen kann und weiß wo es was gibt. War aber eigentlich überflüssig, weil ein Wallach sie sofort "an den Huf" genommen hat und mit ihr Runde um Runde gewandert ist. Immer wieder haben sich die beiden angesehen um sofort darauf loszurennen und zu buckeln. Mir scheint sie genießt es sehr. Gefressen wurde immer nur sehr kurz, es gab einfach immer zu viel zu entdecken.

Ich bin schon sehr gespannt, wie sich diese Haltung auf das Gewicht auswirken wird. Alle anderen haben trotz gleichbleibender Heufütterung schon etwas abgenommen - und das war auch nötig, wirklich dünn ist eigentlich bisher keiner gewesen.


Mittwoch, 14. August 2019

Die ersten Tage

Seit Samstag stehen alle Pferde zusammen auf dem Trail. Vorher waren es zwei verschiedene Gruppen, da sich einige Wallache nicht verstanden haben. Beide Gruppen haben schon einige Tage vorher einen Teil des Weges zur Verfügung bekommen um sich langsam zu orientieren.

Die Öffnung des gesamten Trails verlief sehr ruhig. Lediglich in den frühen Morgenstunden kam es zu etwas Unruhe, weil sich die Freunde in der Dunkelheit doch etwas voneinander entfernt hatten. Da wurde fleißig gerufen und herumgerannt - für uns nicht so toll, weil das alles unmittelbar vor unserem Schlafzimmerfenster passierte. Damit war die Nacht erstmal um 4.30 zu Ende. Doch Gott-sei-Dank hat sich das nach ein paar Tagen gelegt.

Es dauerte auch ein paar Tage, bis alle Heustellen angenommen wurden, doch auch das hat sich jetzt gut eingepegelt. Im Moment sind alle Pferde deutlich müder, weil jetzt größere Strecken zurückgelegt werden müssen - daran müssen sich alle erst noch gewöhnen.

Für uns Menschen ist der Arbeitsaufwand definitiv größer als bisher. Allein der Heutransport zu den unterschiedlichen Stellen nimmt täglich 45 bis 60 Minuten in Anspruch und auch die Reinigung der Wegestrecken ist natürlich aufwendiger als bisher.

Der Trail sorgt also für die Fitness von Mensch und Pferd.

Sonntag, 4. August 2019

Der erste Track ist fertig

Die Wege für den ersten Rundweg sind fertig und Teile davon werden von den Pferden schon genutzt. Nächste Woche kommen die Heuraufen. Dann muss ich noch die Anbindung an die Paddocks machen und wir können den ersten Teilabschnitt einweihen - 460 Meter Strecke 😀.



Einige Änderungen gibt es noch zur ursprünglichen Planung. So haben wir eine große Fläche unter den Bäumen in den Track mit einbezogen, um für ausreichend Schattenplätze zu sorgen. Im letzten Sommer haben die Pferde 🐴🐎🐎🐴 dort sehr gerne die heißen Mittagsstunden verbracht.

Außerdem muss der Weg im Foto oben großzügig an der Scheune vorbei geführt werden, da wir die Scheune noch sanieren wollen. Daher führt der Weg hier über die ehemalige Weide und kommt erst an der bisherigen Winterweide wieder auf den ursprünglichen Weg. Damit haben wir für alle anstehenden Arbeiten den notwendigen Freiraum. 


Alle Wege sind 5-6 Meter breit, damit kein Pferd einen Weg komplett verstellen kann. 





Montag, 29. Juli 2019

Paddock-Trail - oder nichts ist beständiger als die Änderung

Wir bauen wieder um!

Seit wir vor 10 Jahren den Hof übernommen haben, hat sich das Klima deutlich verändert. Im Winter haben wir insgesamt etwas weniger Schnee, aber der Temperaturanstieg nach einer Schnee-/Frostphase ist so enorm und schnell, dass das ganze Tauwasser abläuft, weil der Boden noch geforen ist und es nicht aufnehmen kann.

Im Frühling wird es sehr schnell sehr heiß und der Regen fehlt. Wenn es regnet, dann so heftig, dass ebenfalls zu wenig vom Boden aufgenommen werden kann. Das Ergebnis: wir können immer später anweiden.

Im Sommer sind uns jetzt das zweite Jahr in Folge die Wiesen aufgrund des fehlenden Wassers verbrannt. Was im Mai noch grün und dicht ist, ist im Juli nur noch vertrocknet. Insbesondere die kurzen Untergräser verbrennen, bevor sie sich aussamen können.

Wir müssen unsere Pferdehaltung also komplett überdenken um die Weiden in Zukunft mehr zu schonen. Die einzige - für mich sinnvolle - Lösung scheint die Einrichtung eines Paddock-Trails zu sein. Und so soll das ganze aussehen.
Anstelle von bisher 10 Portionsweiden gibt es vier große Weideabschnitte. Um diese herum führen Wege mit einer Gesamtlänge von ca. 1 km. Auf diesen Wegen gibt es an vier verschiedenen Stellen Heu, an zwei Stellen Salzlecksteine und irgendwo werden wir auch noch Totenholz zum knabbern anbieten. 

Wasser gibt es in Zukunft nur noch an den Unterständen, das spart uns das tägliche Hin- und Herfahren des Wasserwagens (selbst 1.000 Liter Wasser sind sooo schnell weg).

Die Weiden sollen zukünftig nur noch für ca. 8 Stunden täglich offen sein, die restliche Zeit steht Heu zur Verfügung. Wie aber bekommt man die Pferde ohne großen Aufwand, notfalls auch allein, von der Weide. Darüber habe ich lange nachgedacht und bin über die Seite www.offenstallkonzepte.com auf das Thema Streifenweide gekommen. Nach der Information auf der Website kommt die Idee von Marja van Run, die dies bei Ihrer Islandherde macht. 

Dabei werden Weidestreifen von einem Weg zum anderen gemacht und regelmäßig umgesetzt, wenn das Stück abgefressen ist. Dies hat den Vorteil, dass die abgefressenen Stücke schnell wieder zur Ruhe kommen, rangniedrige Pferde nicht in eine Ecke gedrängt werden, weil es keine Einbahnstraße ist und ich allein alle Pferde auch dort wieder raustreiben kann, wenn die Zeit um ist. Abzuwarten bleibt noch, wie groß der Zeitaufwand für das Umsetzen der Zäune ist. 

Dauerhaft zugänglich bleibt ein Steinrücken mit Baumbestand, um den Pferden auch draußen die Möglichkeit zu geben Schattenplätze aufzusuchen. Dieser Bereich wird jetzt schon immer gut angenommen. 

Soweit der Plan, jetzt geht es an die Details und die Umsetzung.

Dienstag, 14. Mai 2019

Online-Dressurkurs von Athletic Horsemanship

Die ersten 5 Module sind jetzt durch und ich habe extrem viel gelernt. Natürlich ersetzt ein Onlinekurs keinen Reitunterricht. Aber die Erklärungen sind so gut und die Anleitung zur korrekten Hilfengebung so anschaulich erklärt, dass der ein oder andere Knoten bei mir geplatzt ist und ich jetzt verstehe, wo vorher meine Fehler lagen.

Es gibt immer einen Theorieteil, der das neue Thema erklärt und insbesondere auf die biomechanischen Vorgänge eingeht. Hier zeigt sich dann schnell, warum manche Hilfen der modernen Dressur nicht zielführend sind. Es wird detailliert erklärt, warum man eine Hilfe gibt, was sie bewirkt und wie man die natürliche Schiefe des Pferdes und eventuelle Haltungsfehler korrigieren kann.

Hinzu kommen dann weitere Videos, in denen die praktische Anwendung gezeigt wird. Alles ist super und vor allem anschaulich erklärt.

Alles in allem eine super Sache und seinen Preis absolut wert. Bin jetzt schon gespannt auf die weiteren Module und zukünftige Kursthemen.

Mittwoch, 20. März 2019

Pferdchen im Taschenformat


Erstaunte Blicke bei der Ankunft unserer Minis 👀


Sind das wirklich Pferde? 


Ja, und was für süße und neugierige Mäuse. Völlig angstfrei wird alles begrüßt und schnuppern und anknabbern ist ausdrücklich erlaubt. 
Nachts stehen die beiden erstmal noch in einer großen Box, zumindest bis es auf dem Paddock trocken genug ist. Die kleine Nössi ist ganz froh über etwas Ruhe, die ältere Jona möchte allerdings überhaupt nicht weg von den großen und kann morgens garnicht schnell genug wieder rauskommen.



Freitag, 11. Januar 2019

2 Seiten der Medaille

Winter und Schnee bescheren uns viel zusätzliche Arbeit


aber auch diese Momente:


Montag, 17. Dezember 2018

Überraschung!

Gestern habe ich mein Geburtstags- / Weihnachtsgeschenk von meinen Reitern bekommen:




Und nicht nur ich hab so eine Jacke, nein - fast alle laufen jetzt so rum. Ich find's SUPER!

Mittwoch, 14. November 2018

Dienstag, 13. November 2018

Vergleich Beginn der Diät 2016 und jetzt

 November 2018


 Februar 2016

Mein Pferd wird nie eine zarte Elfe, aber das Fett ist weg und die Muskulatur wird immer besser. Gleichzeitig ist sie motivierter und beweglicher geworden. Erst war ich vom Ergebnis auf der Waage enttäuscht, ich hatte auf deutlich weniger gehofft. Wenn man jedoch die Fotos vergleicht, ist das Ergebnis super - Muskeln wiegen halt mehr als Fett.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Fütterung der Diätgruppe

Bisher habe ich Elba drei bis viermal täglich gefüttert, da sie zum Abnehmen eine genau berechnete Portion bekommen hat. Das ist allerdings ziemlich zeitaufwendig. In diesem Jahr müssen wir unseren Stall etwas anders organisieren, da ich anderer Arbeitszeiten habe. Die häufigen Fütterungen fallen damit aus.

Wir haben für die Unterstände daher neue Heuraufen gekauft. Die Diätgruppe besteht nur noch aus 2 Pferden und das soll auch so bleiben. Deshalb haben wir Unterstand und Paddock halbiert und die beiden getrennt, da der Futterbedarf doch zu unterschiedlich ist und das Fjordpony sonst zu dünn wird.

Jetzt geben wir einmal am Tag das gesamte Futter und ich bin freudig überrascht, das das gut klappt.
Elba bekommt 8 kg Heu, 4 kg Stroh und 2 kg Holz. Das ist mehr als genug. Das Heu wird zuerst gefressen, dann das Holz und vom Stroh ist nach 24 Stunden noch etwas übrig. Damit habe ich nicht gerechnet. Meine Befürchtung war, dass sie für mindestens 6-8 Stunden nichts mehr da hat.

Früher hab ich immer behauptet, dass es so etwas wie ein Appetitsgrenze bei meinem Pferd nicht gibt. Doch im gleichen Maße wie sie abnimmt und beweglicher wird normalisiert sich auch ihr Fressverhalten. Das ist extrem erfreulich.

Auch  bei der anderen Gruppe kommen die neuen Raufen gut an. 

Montag, 20. August 2018

TerrCheval-Einstreu

Wir haben jetzt 2 Winter mit diesem Einstreu gearbeitet. Im letzten Herbst haben wir die Unterstände entleert und einen Teil des Einstreus zum düngen der Weiden genutzt. Der Erfolg ist super. Das Einstreu lässt sich im trockenen Zustand gut zerkrümeln und verteilen. Da wir keinen Miststreuer haben, machen wir einfach kleinere Haufen auf der Weide verteilt und ziehen diese mit der Schleppe breit. Das funktioniert einwandfrei. Die Humusschicht hat unserer Grasnarbe extrem gut getan.

Den Rest haben wir neben dem Misthaufen gelagert, weil er später in unserem neuen Gartenstück zum Einsatz kommen soll. Darauf haben wir eine Kürbispflanze gepflanzt, die wirklich riesen Erträge gebracht hat. Auch Tomaten wachsen wie verrückt auf dieser Erde.

Auch die Entsorgung bzw. Weiternutzung ist also sehr unproblematisch. Viele Gartenbesitzer kommen sich mittlerweile Mist und Einstreu als Dünger holen.


Sonntag, 19. August 2018

Heute diese Seite entdeckt ...

... und mich gleich mal registriert. Das hört sich gut an. Bisher  war ich nur im Savvy-Club, aber dort ist fast alles auf Englisch. Das macht es nicht gerade leicht. Bin schon gespannt, was hier in nächster Zeit geboten wird.

https://www.athletic-horsemanship.com

Rückkehr vom Sternritt

Das tolle Abendlicht musste man einfach festhalten. Wer braucht bei so einer Umgebung noch Urlaub?

 




 


Dienstag, 31. Juli 2018

So sollten unsere Weiden eigentlich aussehen




Diese Fotos sind von Mai und ich habe mich auf eine entspannte Weidesaison gefreut. Jetzt ist August, alles ist vertrocknet und wir müssen Heu füttern. So schlimm war es noch nie.